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Predigttext Pfarrer Johannes Habdank

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Liebe Gemeinde,

wie wir gerade wunderbar dargestellt bekommen und gehört haben:

zwei Jünger fliehen aus Jerusalem, dem Ort ihrer bitteren Enttäuschung. Hier war vor wenigen Tagen Jesus, von dem sie sich Glänzendes, Siegreiches erhofft hatten, gekreuzigt und begraben worden. Die Karfreitagsereignisse gehen ihnen nach, ja, mehr noch: Jesus selbst, mit seinem Wort und seiner Geschichte, seinem Schicksal. Sie diskutieren hin und her, wie es so weit kommen konnte. Ein Fremder naht sich ihnen. Auf seine Nachfrage bringen sie die ganze Jesus-Geschichte, ihre Gedanken über ihn vor ihn. Sie diskutieren mit ihm. Allmählich dämmert es ihnen, dass Jesus mit dem, was er gesagt und getan hat, am Kreuz enden musste: unpopulär aneckend, extrem mit seinen ethisch-religiösen Ansprüchen, revolutionär menschennah. Wer so war und auftrat, muss an dieser Welt zugrunde gehen. Das leuchtet ihnen zunehmend ein.

Sie kommen in Emmaus an. Mit dem äußeren Ziel Ihres Fußmarsches wird zugleich das innere Ziel ihres persönlichen Weges erreicht: Friede mit Jesus, seinem Wort, seinem Weg, seinem Kreuz. Friede und neues Leben mit ihm. Er, der ihnen zeit seines Lebens, vor allem an seinem Ende, offenkundig doch einigermaßen fremd geblieben war, kommt ihnen nun ganz nahe. „Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.“ Ein Gastmahl wird bereitet. Wie so oft sind sie gemeinsam an einem Tisch. Und es ist ihnen wie zu seinen Lebzeiten, als er mit ihnen zu Tische saß. „Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn“ - endgültig - „und er verschwand vor ihnen“. Sie können ihn getrost entlassen in sein neues Leben, in der Gewissheit seiner bleibenden Gegenwart im Geist. Dadurch wird ihr eigenes Leben verwandelt.

Das Eigenartige für mich ist, dass man nie genau weiß: waren es zwei oder drei, die da zusammen gingen und gemeinsam zu Tische saßen. In unserem Bild hier an der Wand und in der Erzählung waren es drei, nach meiner und nicht nur meiner Auffassung waren es zwei – oder drei? Wie man´s nimmt. „Objektiv“ waren es wohl nur zwei. Wer mit dem geistigem Auge sieht, für den waren es drei.

Wie hat Jesus einmal gesagt? „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18, 20) So kann es uns Menschen auch heute ergehen: wir wissen oft nicht, ist er da, ist da überhaupt jemand, der bei mir ist? Und dann fühlen wir uns doch wieder begleitet und beschützt: Da ist einer sehr wohl da!

Dass Jesus auch uns vom Fremden zum Nahen werde, wünsche ich Ihnen und Euch allen auf dem persönlichen Weg!
Mit der verstörenden Betroffenheit durch Passion, dem Leiden in der Welt und dem Kreuz fing es damals an, mit intensivem Gedankenaus-tausch darüber ging es weiter. Auf diesem Wege können auch wir Heutigen noch von Jerusalem nach Emmaus kommen. Machen wir uns Gedanken, unterhalten wir uns darüber – Ostern ist eine Anregung zur christlichen Kommunikation, zur Verständigung über Jesus Christus, und zur Gemeinschaft im Geiste Jesu, auch der Mahlgemeinschaft. Anregung zum persönlichen Nachdenken: Was ist in meinem Leben Jerusa-lem, was wäre mein persönliches Emmaus? Wer ist mein Gesprächspartner auf meinem Weg, in welcher Lebensphase auch immer? Wie könnte sich mein Leben dadurch verwandeln?

Das sind die Fragen an Ostern an uns alle. Ich wünsche uns allen gute Gespräche von Jerusalem nach Emmaus.
Amen.

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