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Predigttext Pfarrer Johannes Habdank

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Predigt von Pfarrer Johannes Habdank
bei der Konfirmation am 5. Mai 2013 in Aufkirchen

Geschichte: „Brot in deiner Hand“ (von Heinrich Mertens; gelesen von Paulina Hobratschk)

An der Jakobsstraße in Paris liegt ein Bäckerladen; da kaufen viele hundert Menschen ihr Brot. Der Besitzer ist ein guter Bäcker. Aber nicht nur deshalb kaufen die Leute des Viertels dort gern ihr Brot. Noch mehr zieht sie der alte Bäcker an; der Vater des jungen Bäckers. Meistens ist nämlich der alte Bäcker im Laden und verkauft.
Dieser alte Bäcker ist ein spaßiger Kerl. Manche sagen: Er hat einen Tick. Aber nur manche; die meisten sagen: Er ist weise, er ist menschenfreundlich. Einige sagen sogar: Er ist ein Prophet. Aber als ihm das erzählt wurde, knurrte er vor sich hin: „Dummerei ...“

Der alte Bäcker weiß, dass man Brot nicht nur zum Sattessen brauchen kann, und gerade das gefällt den Leuten. Manche erfahren das erst beim Bäcker an der Jakobsstraße, zum Beispiel der Autobusfahrer Gérard, der einmal zufällig in den Brotladen an der Jakobsstraße kam. „Sie sehen bedrückt aus", sagte der alte Bäcker zum Omnibusfahrer. „Ich habe Angst um meine kleine Tochter", antwortete der Busfahrer. „Sie ist gestern aus dem Fenster gefallen, vom zweiten Stock." „Wie alt?“, fragte der alte Bäcker. „Vier Jahre", antwortete Gérard. Da nahm der alte Bäcker ein Stück vom Brot, das auf dem Ladentisch lag, brach zwei Bissen ab und gab das eine Stück dem Busfahrer Gérard. „Essen Sie mit mir“, sagte der alte Bäcker zu Gérard, „ich will an Sie und Ihre kleine Tochter denken."

Der Busfahrer Gérard hatte so etwas noch nie erlebt, aber er verstand sofort, was der alte Bäcker meinte, als er ihm das Brot in die Hand gab. Und sie aßen beide ihr Brotstück und schwiegen und dachten an das Kind im Krankenhaus.
Zuerst war der Busfahrer Gérard mit dem alten Bäcker allein. Dann kam eine Frau herein. Sie hatte auf dem nahen Markt zwei Tüten Milch geholt und wollte nun eben noch Brot kaufen. Bevor sie ihren Wunsch sagen konnte, gab ihr der alte Bäcker ein kleines Stück Weißbrot in die Hand und sagte: „Kommen Sie, essen Sie mit uns: Die Tochter dieses Herrn liegt schwer verletzt im Krankenhaus – sie ist aus dem Fenster gestürzt. Vier Jahre ist das Kind. Der Vater soll wissen, dass wir ihn nicht allein lassen." Und die Frau nahm das Stückchen Brot und aß mit den beiden.

So war das oft in dem Brotladen, in dem der alte Bäcker die Kunden bediente. Aber es passierte auch anderes, über das sich die Leute noch mehr wunderten.
Da gab es zum Beispiel einmal die Geschichte mit Gaston: An einem frühen Morgen wurde die Ladentür aufgerissen, und ein großer Kerl stürzte herein. Er lief vor jemandem fort; das sah man sofort. Und da kam ihm der offene Bäckerladen gerade recht. Er stürzte also herein, schlug die Tür hastig hinter sich zu und schob von innen den Riegel vor. „Was tun Sie denn da?“, fragte der alte Bäcker. „Die Kunden wollen zu mir herein, um Brot zu kaufen. Machen Sie die Tür sofort wieder auf." Der junge Mann war ganz außer Atem. Und da erschien vor dem Laden auch schon ein Mann wie ein Schwergewichtsboxer, in der Hand eine Eisenstange. Als er im Laden den jungen Kerl sah, wollte er auch hinein. Aber die Tür war verriegelt. „Er will mich erschlagen", keuchte der junge Mann. „Wer? Der?“, fragte der Bäcker. „Mein Vater", schrie der Junge, und er zitterte am ganzen Leibe. „Er will mich erschlagen. Er ist jähzornig. Er ist auf hundertachtzig!" „Das lass mich nur machen", antwortete der alte Bäcker, ging zur Tür, schob den Riegel zurück und rief dem schweren Mann zu: „Guten Morgen, Gaston! Am frühen Morgen regst du dich schon so auf? Das ist ungesund. So kannst du nicht lange leben. Komm herein, Gaston. Aber benimm dich. Lass den Jungen in Ruh! In meinem Laden wird kein Mensch umgebracht." Der Mann mit der Eisenstange trat ein. Seinen Sohn schaute er gar nicht an. Und er war viel zu erregt, um dem Bäcker antworten zu können. Er wischte sich mit der Hand über die feuchte Stirn und schloss die Augen. Da hörte er den Bäcker sagen: „Komm, Gaston, iss ein Stück Brot; das beruhigt. Und iss es zusammen mit deinem Sohn; das versöhnt. Ich will auch ein Stück Brot essen, um euch bei der Versöhnung zu helfen." Dabei gab er jedem ein Stück Wei߬brot. Und Gaston nahm das Bot, auch sein Sohn nahm das Brot. Und als sie davon aßen, sahen sie einander an, und der alte Bäcker lächelte beiden zu. Als sie das Brot gegessen hatten, sagte Gaston: „Komm, Junge, wir müssen an die Arbeit“.
(Heinrich A. Mertens, ©Eva Mertens)

Predigt:

Liebe Konfirmanden, liebe Festgemeinde!
Brot in deiner Hand – die eben gehörte Geschichte ist – laut Untertitel - „eine Geschichte für Kinder von der Bedeutung des Heiligen Mahles“.
Sie ist alles andere als eine kindische Geschichte, und ich denke, dass sie auch für älter gewordene Kinder, Jugendliche und Erwachsene anrührend und bedeutsam sein kann.

Ihre Wahrheit ist nicht dogmatisch oder moralisch klotzig. Sie ist auch nicht konfessionell geprägt, katholisch oder evangelisch; nicht konfessionell, aber dennoch konfessorisch – eine bekennende Geschichte. Ihr Held, der Bäcker Gaston bekennt sich durch wenige Worte und in der Tat und hoch effektiv zur Versöhnung und führt sie segensreich herbei. Er verkauft nicht nur sein Brot, er setzt es als Mittel zur Versöhnung ein: Versöhnung durch Brot teilen, miteinander teilen und gemeinsam essen, seine Aufmerksamkeit dem anderen zuteil werden lassen, am Leben und Schicksal des anderen teilnehmen, sich auf das Verbindende untereinander besinnen. Ohne aufdringliches Moralisieren. Einfach Versöhnung praktizieren.
„Brot in deiner Hand. Eine Geschichte von der Bedeutung des Heiligen Mahles.“

Liebe Konfirmanden, wenn ihr heute zum ersten Mal beim Abendmahl teilnehmt, Brot und Wein empfangt, dann geht es dabei genau um dieselben Aspekte wie in der erzählten Geschichte. Der alte Bäcker hat jetzt nur einen Namen: Jesus von Nazareth, der sich nicht euch nur als Hörer, Leser oder Kunst- und Filmbetrachter mitteilen will, sondern mit seiner Person und seinem Leben auch durch Teilen von Brot und Wein euch gegenwärtig werden will, bei euch sein will. Wein als Zeichen für sein Blut. Und Blut bedeutete zu Jesu Zeiten soviel wie das Leben selbst, Blut war der Sitz des Lebens. Sein Blut heißt also: sein Leben. Und Brot steht für seinen Leib, was damals heißt: seine Person, ja seine Persönlichkeit.
In der Evangeliumslesung vorhin haben wir gehört, dass Jesus im Verhältnis zu seinen Jüngern, den Menschen, die ihm anhängen, das Bild vom Weinstock und den Reben verwendet. So elementar sieht er uns mit sich verbunden. Und an anderer Stelle im Johannesevangelium sagt er Jesus: „Ich bin das Brot des Lebens.“

Nun, Brot war zu Jesu Zeiten und überhaupt in der Antike das Grundnahrungsmittel schlechthin, im Bereich des Flüssigen waren es Wasser und Wein, vielleicht auch noch Olivenöl. Brot war unverzichtbar. Und wie ich Euch neulich einmal erzählt habe: Zur Herstellung von Brot wurde Korn in eine Drehmühle gegeben und zwischen zwei runden Mühlsteinen zerrieben, von denen der eine gedreht wurde von einem Esel oder einem Kamel. Oft waren aber Esel und Kamel einfach auch Frauen: Hausfrauen oder Sklavinnen. Für Männer galt solche Arbeit als unangemessen. In der Früh wurde das Mehl gesiebt, dann säuerte es den ganzen Tag, gebacken wurde am nächsten Tag. Für eine mehrköpfige Familie war der Großteil des Tages mit Kornmahlen und Backen in Beschlag genommen. Man konnte auch zu Mehl und Wasser Salz hinzufügen, um etwa mittels salzigem Gerstenbrot oder –kuchen braunen Zähnen und unangenehmem Mundgeruch vorzubeugen. Fisherman gab´s noch nicht, auch wenn einige Jünger solche bekanntlich von Beruf waren. - Die Brotqualität, die die große Mehrheit der Bevölkerung damals genießen durfte, war miserabel, in halbwegs zivilisierten Ländern heute würde man es noch nicht einmal den Schweinen zu fressen geben. Oft war das Brot nicht ordentlich gemahlen, klumpig und sehr schnell schimmlig. Selbst teures, feines Weizenbrot enthielt etwa 2-5 % Schmutz, also Sand, Dreck und Staub von der Mühle, vom Korn, vom Acker! Das steht natürlich heute nicht in Anleitungen, die man im Internet finden kann oder auch als Kochbuch kaufen kann mit Titeln wie „Biblisch backen“ oder „Brot backen mit der Bibel“. Wir haben das entsprechend auch nicht gemacht, sondern nur Weihnachtsplätzchen gebacken auf der Freizeit im Dezember.

Jesus Christus spricht: Ich bin das Brot des Lebens.
Ich bin für Euch, die Ihr an mich glaubt, euch an mir in eurem Leben orientiert, unverzichtbar, unersetzlich. Ich bin notwendig für Euch. Euer Idol, eure Leitfigur schlechthin. Ich bin mir da nicht so ganz sicher, ob Ihr das so alle ganz wahrgenommen und euch angeeignet habt. Ich selber ehrlich gesagt auch nicht immer. Das entwickelt und ändert sich ja auch im Lauf des Lebens. Und ist mal schwächer so, mal stärker. Mal ist der soziale Jesus, mit dem Du Dich eher identifizierst und etwas anfangen kannst, also der, der sich um die Ausgegrenzten, die Kranken und Schwachen kümmert, es kann aber auch mehr der Vergebende sein, der Dir wichtiger wird. Es kann der kinderliebe Jesus sein, es kann auch der Jesus sein, der die Ökonomisierung der Religion kritisiert und drastisch dagegen vorgeht, so etwa bei der Tempelreinigung, wo er in einer Art Razzia die Händler rausgeschmissen hat. Damit hat er auch Opferkult und Handel mit Gott und den Menschen als Zentrum seiner jüdischen Religion bloß gestellt. Also der religions- und „kirchen“- bzw. institutionenkritische Jesus wäre das dann. Es kann aber auch der zu seinem Gottvater flehentlich bittende Jesus sein, der im Garten Gethsemane inständig betet: Vater, ist´s möglich, so lass diesen Leidenskelch an mir vorüber gehen. Aber nicht, was ich will, sondern was du willst. Ja, das geschehe, wie wir jedes Mal im Vaterunser beten und im Leben auch manchmal einsehen müssen: Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Jesus Christus spricht: Ich bin das Brot des Lebens. Wenn wir heute zusammen Abendmahl feiern, was bedeutet das eigentlich? In der Abendmahlsliturgie, wie wir sie gleich praktizieren werden, heißt es, wie es aus dem Neuen Testament heraus kirchlich entwickelt wurde - beim Brot: Das ist mein Leib. Beim Wein: Das ist mein Blut. Was heißt hier „ist“? Essen und trinken da die Christen ihren Gott, wie Kritiker sagen?
Im Wesentlichen gibt es drei Interpretationen, wie das zu verstehen ist.
Die römisch-katholische Deutung besagt: Die Oblate, die Hostie verwandelt sich tatsächlich auch substantiell in den Leib Christi, der Wein substantiell in das Blut Christi, wobei Wein normalerweise gar nicht ausgeteilt wird, sondern nur das Brot. Wein bleibt in der Regel den Priestern vorbehalten.

Die evangelisch-lutherische Version, also unsere, geht so, dass wir nicht an die substantielle Wandlung der Elemente glauben, aber doch glauben, dass in Brot und Wein für uns Leib und Blut Christi real präsent sind, und zwar im persönlich aneignenden Glauben in diesem Moment.
Und für die liberaleren und rationaleren unter den Evangelischen, den Reformierten, dem anderen großen Zweig der Reformation, sind Brot in Gestalt von Oblate und Wein lediglich Symbole, also reine Zeichen für Leib und Blut Christi. Sie verweisen auf Leib und Blut Christi. Und, wie gesagt: Leib heißt eigentlich Person, Blut bedeutet Leben.
Für welche Version Du dich persönlich entscheidest, das musst und kannst nur du wissen. Das ist deine urpersönliche Entscheidung. Viele von Euch sympathisieren mit der reformierten Version, andere finden die lutherische Version für sich persönlich glaubhaft.

Wenn sich allerdings jemand für die römisch-katholische Lehre der Transsubstantiation, der substantiellen Wandlung entschieden hätte, hätte ich ihm empfohlen, die Konfession zu wechseln. Und das könntest Du ja nach dieser Konfirmation auch, denn dann, also jetzt nach diesem Gottesdienst, bist Du nach unserem evangelischen Verständnis religiös volljährig, religionsmündig. Du kannst in Religionsdingen dann selber entscheiden.

Liebe Konfirmanden, liebe Festgemeinde,
die Feier des Abendmahls ist kein kirchlicher Selbstzweck. Wie schon beim Hören einer Predigt, dem Singen von Liedern und beim Gebet, ist es auch beim Abendmahl so, dass es wesentlich darauf ankommt, dass wir daraus unsere Impulse gewinnen für ein gelingendes heutiges Leben, für unseren Umgang mit den anderen: in der Gemeinschaft der Christen und darüber hinaus. Dass wir Versöhnung stiften. Nicht nur davon reden, sondern es einfach machen, dass wir vermittelnd wirken, wo Streit herrscht, dass wir zum Frieden beitragen, wo Konflikte ausgetragen werden, im Kleinen und im Großen, dass wir Anteil nehmen, wo jemanden ein Schicksalsschlag getroffen hat. Und dass wir selbst vergeben, wenn jemand uns verletzt hat oder an uns schuldig geworden ist, auch wenn es sicher auch mal sehr schwer fallen kann – wir, liebe Konfirmanden, haben darüber in unserer thematischen Einheit Schuld und Vergebung ausführlich gesprochen.

Versöhnung: Da gibt die Geschichte vom alten Bäcker doch ein gutes, undogmatisches, vordergründig unkirchliches, aber verdeckt sehr christliches Beispiel! Ein Beispiel, wie jemand - ohne damit anzugeben - das tatsächlich lebt, was Jesus ursprünglich und eigentlich wollte:versöhnend Gemeinschaft stiften.

Wenn Ihr, liebe Konfirmanden, von diesem Jesus im Verlauf Eures Jahres bei mir und in dieser Gemeinde einiges verstanden habt, mit Hirn und Herz, dann wäre das eine gute Basis für Euer weiteres Leben - vom Elternhaus abgesehen und anderen denkbar günstigen Bedingungen hier in Berg am Starnberger See, dem schönsten Fleck auf dieser Erde!

Ich bin das Brot des Lebens. Der Spruch soll zum Besten der Bibel gehören. Gehört er auch für uns zum Besten, für Sie, Dich und mich? Heute und in Zukunft? Besinnen wir uns darauf bei Orgelmusik.

Amen.
 

 

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