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Predigt von Pfarrer Johannes Habdank am 24.7.2016

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beim Familiengottesdienst "Arche Noah" im Katharina von Bora-Haus

Over the Rainbow?

Das Lied, das wir soeben gehört haben, hat der Hawaiianer Israel Kamakawiwo´ole gesungen. Es verbindet zwei ältere Songs miteinander, das eine heißt „Over the Rainbow“ oder „Somewhere over the Rainbow“ (Irgendwo über dem Regenbogen) und ist eines der bekanntesten Lieder der späten 1930er Jahre aus der Filmmusik zum Musicalfilm Der Zauberer von Oz. Das andere heißt „What a Wonderful World“ (Was für eine wunderbare, schöne Welt) und wurde 1967 für Louis Armstrong komponiert und gedichtet. Beide Lieder sind weltbekannt geworden. Der Text des beide verbindenden Medleys von Kamakawiwo lautet auf Deutsch:

„Irgendwo da oben, über dem Regenbogen, ganz weit oben...
All die Träume, die du mal geträumt hast, damals in dem Schlaflied.
Die Singvögel (Hüttensänger) fliegen,
und die Träume, die du mal geträumt hast, werden wirklich wahr!
Eines Tages werde ich einen Wunsch an einen Stern schicken,
und dort aufwachen, wo ich die Wolken ganz weit hinter mir lassen kann,
wo Sorgen und Ärger einfach so schmelzen, wie Zitronenbonbons.
Ganz hoch oben über den Schornsteinspitzen, da wirst du mich finden.
Irgendwo da oben, über dem Regenbogen,
Ich sehe saftig grüne Bäume, und tiefrote Rosen,
ich schau ihnen beim Blühen zu, für dich und für mich,
und ich denke so bei mir, wie wundervoll und schön ist doch die Welt.
Ich sehe den blauen Himmel und weiße Wolken,
und den strahlend schönen Tag. Aber ich mag auch die Dunkelheit
und ich denke so bei mir, wie wundervoll und schön ist doch die Welt.
Die Farben des Regenbogens strahlen so schön am Himmel
und spiegeln sich auf den Gesichtern der Leute, die vorbeikommen.
Ich sehe Freunde, die sich die Hand geben, die fragen: Wie geht’s dir?
Ja und sie sagen wirklich auch „Ich liebe dich“.
Ich höre Babys weinen, schaue zu, wie sie heranwachsen.
Sie werden noch so viel lernen, viel mehr, als wir je wissen werden.
Und ich denke so bei mir, wie wundervoll und schön ist doch die Welt.
Eines Tages werde ich einen Wunsch an einen Stern schicken,
und dort aufwachen, wo ich die Wolken ganz weit hinter mir lassen kann.
wo Sorgen und Ärger einfach so schmelzen, wie Zitronenbonbons.
Ganz hoch oben über den Schornsteinspitzen, da wirst du mich finden.
Irgendwo da oben, über dem Regenbogen…“

Das klingt alles sehr schön und verträumt, alle Probleme der Welt hinter sich lassend, irgendwo da oben über dem Regenbogen! Kein Wunder, dass dieses Lied in dieser Form die Welt erobert hat, fein gesungen vom dicken „sanften Riesen“ Kamakawiwo aus Hawaii mit seiner kleinen Ukulele.

Das Bild vom Regenbogen hat Kamakawiwo natürlich aus der Noah-Geschichte, die wir vorhin eindrucksvoll erzählt bekommen haben, und auch nachempfunden haben mit der Playmobil-Arche und dem Regenbogen, den ihr an der Wand befestigt habt. In der Bibelgeschichte ist der Regenbogen ein Zeichen des Friedens Gottes mit den Menschen nach der Sintflut. Gott sagt mit dem Regenbogen den Menschen und den Tieren zu: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Das sagt Gott Noah und seinen überlebenden Menschen und Tieren zu, der ganzen Schöpfung.“ Also: Diese Welt werde ich, Gott, immer erhalten.

Während Kamakawiwo von einer Welt über dem Regenbogen träumt und über den Wolken, wo die Freiheit wohl grenzenlos sein muss (Reinhard Mey) und wo man fröhlich seinen Zitronendrops lutscht, geht es der Bibelgeschichte von Noah und der Sintflut um die Welt unter den Wolken und dem Regenbogen. Und zwar ganz lebensnah und klar: um das Leben der Natur, dass es aufrecht erhalten bleibt; und um das Leben der Menschen miteinander, dass es ein friedliches ist: so wie Gott mit den Menschen wieder und ein für allemal in der Noahgeschichte Frieden geschlossen hat, obwohl sie böse bis zum Ende gewesen waren - Neid, Mord und Totschlag - so sollen auch sie, die Menschen, also wir - damals wie heute - friedlich zueinander sein. Das steht zwar wörtlich so nicht da, es ist aber die klare Konsequenz, die Folge aus dieser ur-menschlichen Geschichte, menschlichen Ur-Geschichte.

Dass die Menschen seither doch immer wieder sehr böse waren und noch sind, und zwar auf der ganzen Welt, vorgestern mal wieder einer, und zwar ganz besonders, ganz in unserer Nähe, in München, das ist frappierend und lässt uns sehr traurig sein. Ob über die Familien und Freunde der Opfer, auch des Täters, so bald einmal wieder ein Regenbogen aufgehen wird und wenigstens in etwa so etwas wie Frieden darüber einkehren kann, wir wissen es nicht. Man wünscht es ihnen natürlich, aber: Ihr Leben ist jetzt erst einmal, wahrscheinlich für viele Jahre von dunklen Wolken verhangen und getrübt. -


Ach ja! Schön wäre es, wenn das Lied von Kamakawiwo recht hätte:

„Ich werde dort aufwachen, wo ich die Wolken ganz weit hinter mir lassen kann, wo Sorgen und Ärger einfach so schmelzen wie Zitronenbonbons. Ganz hoch oben, da wirst du mich finden. Irgendwo da, oben, über dem Regenbogen“…

Ja, wenn es nur einmal so sein könnte,
wenn es nur einmal so wäre –
wie im Himmel, so auf Erden!

Herr Gott, erhalte diese Welt - trotz allem - und gib uns Mut zum weiteren Leben.

Amen.

Weitere Bilder vom Gottesdienst und anschließendem Imbiss im Gemeindegarten hier in der Bildergalerie.
 


 

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