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Predigt von Pfarrer Johannes Habdank

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beim Musikalischen Gottesdienst am 3. April 2016 in St. Johannes Baptist in Berg

Ostergeschichten. Über die Auferstehung Jesu gibt es verschiedene Geschichten. Wir haben einige von ihnen gehört. Von den vielen, die es gibt, ähneln sich manche, andere widersprechen einander. Manche sind gut vorstellbar, andere wirken etwas zu fantastisch, als dass man sie einfach so glauben könnte. Alle sind auf ihre Weise irritierend. Welche von den Ostergeschichten historisch wahrscheinlicher ist, darüber gibt es keine einhellige Meinung unter den Gläubigen und unter den Forschern. Die einen sagen, die Frauen am leeren Grab in Jerusalem seien tatsächlich die Ersten gewesen. Die anderen sagen, die Geschichten von den Erscheinungen Jesu vor Petrus und den anderen Jüngern in Galiläa gäben die ursprünglichen Ostererlebnisse wieder.

Die älteste Quelle, Paulus, nennt Petrus als ersten Osterzeugen, im 1. Korintherbrief, Kapitel 15: „Als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas ( = Petrus), danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal ( = Pfingsten), von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden.“

Nun, unabhängig von der Reihenfolge der Begebenheiten, die man wohl nicht mehr historisch zuverlässig rekonstruieren können wird, sind sich die Gelehrten auch vom Deutungsansatz her nicht einig: die einen verstehen die Ostergeschichten als objektive Geschehnisse, die anderen als fromme Visionen, die die Jüngerinnen und Jünger erlebt haben. Wie dem auch sei. Was alle Ostererzählungen verbindet: sie sagen im Kern dasselbe: Jesus ist nicht im Tod geblieben, er ist zu neuem Leben erweckt worden. Die Sache Jesu geht weiter.

Ob und wie heute die Sache Jesu weiter geht? Das liegt nur zum Teil an den offiziellen Kirchen als Institutionen. Jesu Christi Kirche bist Du selbst, sind wir Christen, vor Ort, die Gemeinschaft, die Gemeinde! Es liegt an jedem einzelnen, ob und was er mit „der Sache Jesu“ anfängt und daraus für sich und andere macht. Für die Welt, in der er lebt. Im Glauben an Jesus den Gekreuzigten, an sein Wort und seine Geschichte, sein Leben wird dieser Jesus uns zum Christus und lebt über seinen Tod hinaus in uns neu auf - ja er aufersteht in unseren Glauben an ihn hinein. So besagt es die für Protestanten lutherischer Prägung einschlägige Interpretation Martin Luthers, wie das Verhältnis von Kreuz und Auferstehung im Glauben zu verstehen sei. Dass Jesus heute in unseren Glauben und in unser Leben hinein aufersteht, darin neues Leben gewinnt, darum geht es bei der Auferstehung heute.

Das nimmt seinen Anfang damit, dass und wenn sich jemand begeistern lässt von Jesu Ideen und von dem, was er gesagt und getan hat, von der Art, wie er auf die Menschen zugegangen ist und mit ihnen umgegangen ist. Wobei: den einen fasziniert mehr der soziale Jesus, den anderen der heilende, oder der Jesus der Vergebung; oder der Mensch Jesus, der sein Kreuz auf sich nimmt und selbst am Kreuz, an seinem Ende noch trostreiche und vergebende Worte spricht.

Nur wer von all dem vielfältigen Leben Jesu etwas weiß, wenigstens die wichtigsten Jesusgeschichten kennt, und sich von ihm anstecken lässt, wird glauben können: an ihn und, wie er, an seinen Gott Vater. So geht die Sache Jesu heute weiter, auch auf unkonventionellen Wegen kann sie und seine gelebte Liebe sich den Weg zu den Menschen bahnen. Um von hier aus sich auch weiterzuverbreiten in konkreten Worten und Handlungen an anderen. In Jesu Sinne, in seinem Geist. So aufersteht er heute in und durch uns. So wird neues Leben! So geschieht Auferstehung, heute und an jedem neuen Tag!

Amen.

 

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