Reformation – Gegenreformation
Ökumenischer Gemeindeausflug am 3.10. nach Neuburg an der Donau

Neuburg an der Donau ist ein historisches Zeugnis deutschen Glaubenswechsels in der Frühen Neuzeit. 1505 entstand das Herzogtum Pfalz-Neuburg mit Neuburg als Residenzstadt. Der Wittelsbacher Pfalzgraf Ottheinrich, der die frühere mittelalterliche Burg aus Prestigegründen zu einem mächtigen Renaissanceschloss umbaute, führte 1542 in seinem Fürstentum, beeinflusst von dem Luther treuen Reformator Andreas Osiander, die protestantische Konfession per Erlass ein.


Nachdem der kinderlos gebliebene Kurfürst Ottheinrich das Herzogtum Pfalz-Neuburg 1553 seinem Vetter Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken, ebenfalls ein überzeugter Lutheraner, übergeben hatte, rekatholisierte 1616/1617 dessen Enkel Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg, gegen den Willen seines evangelischen Vaters geheim zum Katholizismus konvertiert, das Herzogtum – ganz der Formel des Augsburger Religionsfriedens „Cuius regio, eius religio“ folgend („Wessen Gebiet, dessen Religion“). Der Konfessionswechsel ermöglichte dem Pfalzgrafen einen Wechsel des politischen Lagers von der Protestantischen Union zur Katholischen Liga und damit auch die Chance auf Pfalz-Neuburgische Erbansprüche im Jülich-Klevischen Erbfolgestreit.

Durch Krieg und Besatzung wurden beide Glaubenswechsel sogar noch einmal jeweils rückgängig gemacht, dominiert von den Machtkämpfen um die Erbschaft der strategisch bedeutenden Herzogtümer Jülich-Berg am Niederrhein.

 
Von diesem Ringen um Macht und „wahren Glauben“ zeugen bedeutende Schriften und Kunstgegenstände, sowie herausragende Neuburger Bauwerke: Die 1543 vollendete Schlosskapelle gilt als der älteste erhaltene protestantische Kirchenbau Bayerns, wenn nicht Deutschlands. Die benachbarte Hofkirche, als evangelisches Gegenstück zur Münchener Michaelskirche begonnen, deshalb genannt „Trutz-Michael“, wurde letztlich 1618 von vier katholischen Bischöfen geweiht und den Jesuiten übergeben.

 

Das Reformationsjubiläum 2017 bietet die Gelegenheit, der wechselvollen Konfessionsgeschichte Pfalz-Neuburgs zur Zeit von Reformation und Gegenreformation am originalen Schauplatz nachzuspüren.

Ins Zentrum eines ökumenischen Gemeindeausflugs nach Neuburg an der Donau stellen wir deshalb den Besuch der nur wenige Monate dauernden Ausstellung

FürstenMacht & wahrer Glaube.
Reformation und Gegenreformation


Auf dem historischen Weg der Neuburger Fürsten des 16. und 17. Jahrhunderts vom herrschaftlichen Schloss, mit Schlosskapelle und Rittersaal, durch den nur für die Ausstellung geöffneten Fürstengang in die Hofkirche werden uns rund 150 hochkarätige Exponate unterschiedlichster Gattungen (Gold- und Silberschmiedearbeiten, Gemälde, Graphik, Skulpturen, Bücher, originale Dokumente, kunsthandwerkliche Objekte, Textilien) von 30 verschiedenen Leihgebern aus ganz Deutschland gezeigt, die uns ein höchst anschauliches Geschichtsbild der Zeit von der Reformation zur Gegenreformation vermitteln.

 

Nach einer Mittagspause in einem bodenständigen Lokal der „Unterstadt“ ist ein „Muss“ auf dem Besuchsplan ein (geführter) Spaziergang durch die historische Altstadt von Neuburg („Oberstadt“) mit verborgenen Ecken und eindrucksvollen Bauten aus der Renaissance- und Barockzeit. Ein besonderes „Schmuckkästchen“ begegnet uns in dem historischen Bibliothekssaal der im Stil des Frührokoko erbauten Provinzialbibliothek, der heutigen „Staatlichen Bibliothek Neuburg a. d. Donau“.



Datum: 3. Oktober 2017

Anfahrt im Bus: Auf vielfältigen Wunsch und in Anbetracht hinreichend großer Teilnehmerzahl gemeinsame Fahrt (statt in Privatautos und Fahrgemeinschaften), Fahrzeit Berg-Neuburg etwa 1 Std. 45 Minuten (abhängig von Route und Verkehrslage),

Treffpunkt: Katharina von Bora-Haus, Berg, Fischackerweg 10, 7.45 Uhr, gemeinsame Abfahrt 8.00 Uhr pünktlich.

Gemeinsamer Gang (max. 15 Minuten) vom Busparkplatzplatz zum Ausstellungsort im Schloss (Empfang durch den Stadtführer am Parkplatz)

Ausstellungsbesuch: 10.00 Uhr bzw. 10.15 Uhr (in 2 Gruppen à max. 20 Personen)

Mittagessen: ca. 12 Uhr/12.30 Uhr

Stadtrundgang mit Besuch der Provinzialbibliothek: ca. 14 Uhr/14.30 Uhr

Abschließend Kaffeebesuch (ca. 16 Uhr) bzw. Heimfahrt


Kosten: lediglich für Fahrt, Parkplatzgebühren und Verpflegung – die Gruppeneintrittspreise übernimmt die Kirchengemeinde Berg.

Anmeldung unbedingt erforderlich bis spätestens 24. September 2017 (verlängert)
im Pfarrbüro (evang.) bei Frau Jung, Tel. 08151 / 97 31 76 (ggf. Anrufbeantworter)
              oder

per E-Mail an pfarramt(at)evgberg(dot)de,

jeweils unter Angabe der Personenzahl, Telefonnummer und E-Mail-Adresse für kurzfristige Mitteilungen.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Ausflug!


Wolfgang Steigemann
(im Namen des ökumenischen Arbeitskreises)

 

Ansprechpartner, die Ihnen weiterhelfen

Service  

Pfarrer

Pfarrer Johannes Habdank

Telefon: 08151 - 50 494 oder
Mobil: 0160 / 97 93 96 17
Fax: 08151 - 95 552
E-Mail jh(at)evgberg(dot)de
Sprechzeiten nach Vereinbarung
Service  

Sekreteriat

Sekretärin Cornelia Jung

Telefon: 08151 - 97 31 76
Fax: 08151 - 97 31 77
E-Mail pfarramt(at)evgberg(dot)de
Bürozeiten: Mo. - Di. - Fr.
9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Service  

Kirchenvorstand

Vertrauensmann
des Kirchenvorstandes
Florian Gehlen

Telefon: 08151 - 95 742
E-Mail florian(dot)gehlen(at)web(dot)de

 

Evangelisch-Lutherische

Kirchengemeinde

Berg am Starnberger See

Fischackerweg 10

82335 Berg

Tel.: 08151-97 31 76

        
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Prof. Dr. Frieder Harz

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