Evangelisch - Lutherische Kirchengemeinde Berg
Gemeindezentrum - Fischackerweg 10 - Katharina von Bora-Haus

 

Predigttext:
Pfarrer Johannes Zultner,
Samstag 04. Februar 2006
Gottesdienst zum 100. Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer ,
Katharina von Bora - Haus, Berg

Thema:
… aber du weißt den Weg für mich

Textlesung v.d. Predigt: Matthäus 5,1-10 Die Seligpreisungen

 

Ablauf

MUSIK ZUM BEGINN Fantasie über EG 65 für Flöte und Orgel „Die guten Mächte überwinden“, 2005  / Werner Renner * 1939
GRUSS  BEGRÜSSUNG
EINGANGSLIED 65,1-4 Von guten Mächten treu und still umgeben
TAGESGEBET
EVANGELIUM Seligpreisungen  
LIED 428,1.4.5  Komm in unsre stolze Welt
CREDO  EG S. 423 gelesen / gemeinsam gesprochen  
GESANG-VORTRAG „Gott, zu dir rufe ich“ (D. Bonhoeffer) für Singstimme, Flöte und Orgel, 2000  / Rolf Schweizer * 1936
PREDIGT (1) Stationen des Leben MUSIK Mouvement für Flöte und Orgel, 1990
Jean Langlais (1907 - 1991) 
PREDIGT (2)  Bonhoeffers Glaube 
MUSIKVORTRAG Meditation für Flöte und Orgel „Media vita in morte sumus“ op. 71, 1998  / Gisbert Näther * 1948  ABKÜNDIGUNGEN 
FÜRBITTEN   
     dazwischen
LIED 65,7 Von guten Mächten wunderbar geborgen (3mal) VATERUNSER
LIED 65,5-7 Von guten Mächten wunderbar geborgen
SEGEN
MUSIK ZUM ABSCHLUSS  Fantasie über EG 65 für Flöte und Orgel „Die guten Mächte überwinden“, 2005 /  Werner Renner * 1939 

TAGESGEBET

Verwundbarer Gott.
Im Weg Jesu ans Kreuz nimmst du teil am Leiden der Welt.
Durch die Bedrängten und Barmherzigen
und alle, deren Herz voll Sehnsucht ist,
forderst du uns heraus.
Lass uns mit Christus nach Gerechtigkeit hungern und dürsten
und gegen allen Widerstand dafür einstehen.
Du bist unsere Hoffnung auf ewig.
Der Du als Vater, Sohn und Heiliger Geist lebst
und bei uns bist von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

EVANGELIUM

Matthäus 5,1-10 Die Seligpreisungen

  1. Als Jesus aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm.
  2. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
  3. Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
  4. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
  5. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
  6. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
  7. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
  8. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
  9. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
  10. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.

CREDO (nach Worten von Dietrich Bonhoeffer)

Gott, zu dir rufe ich!
In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht;
ich bin einsam,  aber du verlässt mich nicht;
ich bin kleinmütig, aber bei dir ist der Friede;
in mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist Geduld;
ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich.

 

Predigt teil 1

Stationen des Lebens  

Dietrich Bonhoeffer  wurde am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Dort und später Berlin wuchs er auf. 1923 begann er in Tübingen mit dem Studium der Theologie, das er in Berlin fortsetzte und mit der Doktorarbeit "Sanctorum Communio", "Gemeinschaft der Heiligen", 1927 abschloss. Es folgte ein Vikariat in Barcelona während des Jahres 1928, dann ab 1929 die Assistentenzeit in Berlin. 1930 legte Bonhoeffer sein zweites theologisches Examen ab, wenige Tage später folgte die Habilitation mit der Schrift "Akt und Sein", anschließend ein einjähriger Studienaufenthalt in New York. Von August 1931 bis Sommer 1933 lehrte er als Privatdozent an der Berliner Universität. Seine internationalen Kontakte führten 1931 zu seiner Teilnahme an der Konferenz des Weltbundes christlicher Studenten in Cambridge, wo er zum Jugendsekretär gewählt wurde. Neben der Lehrtätigkeit an der Universität erteilte er Konfirmandenunterricht in der Berliner Zions-Gemeinde, einer Gegend mit vielen sozialen Problemen, da, wo Berlin-Mitte in den nördlichen Stadteil Wedding übergeht. 1932 erwarb er eine Baracke, um für seine Studenten wie für die Konfirmanden Wochenendfreizeiten durchzuführen. 1933 nahm er wieder an verschiedenen internationalen kirchlichen Konferenzen teil. Wichtigste literarische Hinterlassenschaft aus dieser Zeit ist die von ihm selbst veröffentlichte Vorlesung über Gen 1 - 3 unter dem Titel "Schöpfung und Fall".

Im Sommer 1933 gab Bonhoeffer seine Lehrtätigkeit auf, um sich ganz der Arbeit als Pfarrer in einer Gemeinde zu widmen. Von Oktober 1933 bis April 1935 war er in der deutschen Gemeinde in London tätig; von hier aus pflegte er ökumenische Kontakte und informierte über die Vorgänge in Deutschland nach der Machtübernahme der Nazis. Besondere Aufmerksamkeit erregte er 1934 als Teilnehmer an der ökumenischen Konferenz in Fanö mit seiner Rede "Kirche und Völkerwelt". 1935 kehrte er auf Bitten der Bekennenden Kirche nach Deutschland zurück und übernahm die Leitung des Predigerseminars der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg in Finkenwalde. Er setzte sich nachdrücklich für die Geltung der Barmer Erkl¦rung und der daraus resultierenden Einrichtung neuer kirchenleitender Gremien ein. Gleichzeitig bemühte er sich mit wechselvollen, teilweise enttäuschenden Erfolgen um Anerkennung der Bekennenden Kirche durch die Ökumene und den gleichzeitigen Abbruch der Beziehungen zu der von den Nazis gelenkten "Reichskirche". Die bekennende Kirche beauftragte ihn 1935 mit der Einrichtung eines "Bruderhauses" für die Pfarrer und Mitstreiter. 1936 hielt er sein letztes Kolleg an der Berliner Fakultät zur Auslegung der Bergpredigt mit dem Titel "Nachfolge" - 1937 als Buch erschienen, im August desselben Jahres wurde ihm die Lehrbefugnis entzogen.

Im Februar 1938 konnte Bonhoeffer zum letzten Mal an einer ökumenischen Konferenz - in London - teilnehmen, im September wurde sein Predigerseminar von der Geheimen Staatspolizei geschlossen, im November wurden 27 ehemalige Seminaristen in Haft genommen. Anfang 1938 wurde Bonhoeffer aus Berlin ausgewiesen, er knüpfte erste Kontakte zu den Widerständlern Sack, Oster, Canaris und Beck. Bonhoeffers Schwester und ihre Familie emigrierten nach England, er selbst beteiligte sich während der Sudetenkrise an Umsturzplänen. Die wichtigsten Schriften aus dieser Zeit sind neben einer Reihe von brisanten, stark in das kirchliche Geschehen eingreifenden Vorträgen und Aufsätzen die erwähnte "Nachfolge" und die Schrift "Gemeinsames Leben" vom September 1938.

Während einer Amerikareise im Frühsommer 1939 lehnte Bonhoeffer es ab, dort zu bleiben, und kehrte nach Berlin zurück, 1940 wurde ein Rede- und Schreibverbot verhängt. Er beteiligte sich nun aktiv am Widerstand und wurde Verbindungsmann der militärischen Abwehr unter Admiral Canaris. Sein spezieller Auftrag war, über seine ökumenischen Verbindungen die Westmächte über Fortgang, Pläne und Möglichkeiten der Widerstandsbewegung zu informieren, sie vom Friedenswillen einer neuen Regierung nach Hitlers Sturz zu überzeugen und sie für diesen Fall zu akzeptablen Waffenstillstandsbedingungen geneigt zu machen. Zu diesem Zweck unternahm er Reisen ins neutrale Ausland, die spektakulärste war das Treffen mit Bischof Bell von Chichester Mitte 1942 in Schweden. In engem Zusammenhang mit dieser Tätigkeit stand die Arbeit an der Schrift "Ethik", in der er Grundlagen christlichen Handelns von den Erfahrungen jener Jahre her formulierte. Daneben war er, solange Reise- und Aufenthaltsverbote ihn nicht daran hinderten, als Visitator der Bekennenden Kirche und als theologischer Gutachter für aktuelle Fragen tätig. Im Januar 1943 verlobte er sich mit Maria von Wedemeyer.

Im April 1943 wurde er verhaftet und ins Wehrmachtsgefängnis Berlin-Tegel eingeliefert.

Dort entstand Bonhoeffers bekanntestes Buch "Widerstand und Ergebung", das Briefe aus der Haft enthält und die große, getroste Kraft des ungebrochenen Gefangenen deutlich macht.

Am 20. Juli 1944 unternahm Graf Schenk von Stauffenberg das Attentat auf Adolf Hitler. Dieser überlebte knapp. Bei den nachfolgenden intensiven Verhören der Gestapo konnte Bonhoeffer und anderen Mitverschwörern keine Beteiligung daran nachgewiesen werden.

Als Reaktion auf das gescheiterte Attentat und im Wissen darum, dass eine persönliche Lage damit immer aussichtsloser wurde, verfasste Bonhoeffer im August 1944 den Text „Stationen auf dem Wege zur Freiheit“. In den vier Versen „Zucht“, „Tat“, „Leiden“ und „Tod“ entfaltet er eine Perspektive für das christliche Leben. Am 5. Oktober1944 verzichtet er auf eine mögliche Flucht, weil er Sippenhaft für seine Familie befürchtet.

Am 8. Oktober 1944 wird er in den Gestapo-Bunker in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße verlegt, Vom 19. Dezember 1944 datiert ein Brief, dessen Beigabe, gedacht als Weihnachtsgruss für Maria von Wedemeyer und die Eltern und Geschwister, als Kirchenliedtext berühmt werden sollte (Von guten Mächten…).

Im Februar 1945 erfolgte die Verlegung ins KZ Buchenwald bei Weimar. Am 5. April 1945 erließ Hitler persönlich den Befehl zu seiner Ermordung

Am 8. April 1945 wurde er ins KZ Flossenbürg (Nordbayern) gebracht und dort am 9. April zusammen mit anderen Widerstandskämpfern hingerichtet.

Im Jahr 2000 veröffentlichte die katholische Kirche ein Märtyrerverzeichnis, in dem auch Bonhoeffer als "Nichtkatholik in ökumenischen Gruppen" verzeichnet ist.

 

 „ … aber du weißt den Weg für mich“

Predigt (2. Teil)

Bonhoeffers Glaube

Die Wurzeln

Es gibt viele Züge an Dietrich Bonhoeffer, die in der allgemeinen Diskussion nicht auftauchen: dass er wunderbar Klavier spielen konnte, weil er auch mit seinen Geschwistern viel musiziert hat, dass er großartig debattieren konnte, weil er das in der Familie gelernt hatte, dann auch mit den Freunden im Grunewald. Da waren andere Familien vergleichbaren Zuschnitts, Freundschaften entstanden, Ehen sind daraus entstanden.


Das war eine Atmosphäre, die auch kritisches Selbstbewusstsein befördert hat. Dietrich Bonhoeffers Entscheidung, Theologie zu studieren, galt in diesem ganzen Umfeld als außerordentlich ungewöhnlich und überraschend. Das war kein selbstverständlicher Weg, sondern ein Weg, zu dem er sich ganz bewusst entschieden hat und er hat dabei auch gewusst, dass er mit Gegenwind rechnen musste und hat sich mit diesem Gegenwind auch auseinander gesetzt.

Kosmopolit: Berlin, Barcelona, London, New York

Als Pendant zu Stauffenberg, dem adligen Soldaten, ist Bonhoeffer vor allem ein Repräsentant des kirchlich-bürgerlichen Widerstandes. Die Werte des Elternhauses sowie dessen unsentimentaler Erziehungstil, der Autorität und Diskretion betonte, blieben ihm wichtig.

Der Mann, nach dem mehr protestantische Häuser, Kirchen, Institute benannt sind als nach irgendeinem anderen modernen Heiligen, ist für deutsche Bürger, für evangelische Christen nach 1945 zur Verkörperung ihrer besseren Geschichte geworden:

Die Entscheidungen

Mein Platz ist

nicht im theologischen Lehrbetrieb, sondern in der Gemeinde,

nicht im sicheren Exil, sondern bei den notgeplagten Menschen im eigenen Land.

Der Glaube

Glaube – Zweifel – Glaube

In mir ist es finster / aber bei dir ist das Licht …
… aber du weißt den Weg für mich

Der Grund der Gewißheit – gegen den Augenschein:

    „Nicht alle unsere Wünsche,
    aber alle seine Verheißungen erfüllt Gott.“

    „Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.“

Schuldübernahme

"Wer in Verantwortung Schuld auf sich nimmt – und kein Verantwortlicher kann dem entgehen – der rechnet sich selbst und keinem anderen diese Schuld zu und steht für sie ein.

Vor den Menschen rechtfertigt den Mann der freien Verantwortung die Not,
vor sich selbst spricht ihn sein Gewissen frei,
aber vor Gott hofft er allein auf Gnade."

Seine „Ethik“ erklärt ausdrücklich, dass ein Christ im Gehorsam gegen Jesus Christus wagen muss, Sünde auf sich zu nehmen: ja dass er in die Lage kommen kann, um der Liebe und Wahrheit willen alle Gebote zu übertreten, lügen, betrügen, stehlen und sogar morden zu müssen.

Schuldübernahme ist die Abwägung zwsichen Schuld und Schuld.

Wie wenig das in Bonhoeffers Kirche verstanden wurde, zeigt die Tatsache, dass die Berlin-Brandenburgische Landeskirche seinen Namen 1945 in der Kanzelabkündigung zum ersten Jahrestag des 20. Juli 1944 verschwieg. Zudem hieß es in der Empfehlung an die Pfarrer, Christen könnten den Anschlag „niemals gutheißen, in welcher Absicht er auch ausgeführt sein mag.“

Die Welt als einziger Ort der Gotteserfahrung

„Je ausschließlicher wir Christus als den Herrn bekennen, desto mehr enthüllt sich die Weite seines Herrschaftsbereiches…Alles wäre verdorben, wollte man Christus nur für die Kirche aufbewahren…Christus ist für die Welt gestorben und nur mitten in der Welt ist Christus. Seit Gott in Christus Fleisch wurde und in die Welt einging, ist es uns verboten, zwei Räume, zwei Wirklichkeiten zu behaupten: Es gibt nur diese eine Welt.“

Bonhoeffer befreit die jetzige Welt von ihrem herabgeminderten Status des Vorläufigen. Das „Vorletzte“ ist „Hülle des Letzten“, die Welt ist Hülle Gottes. So kommt der gläubige Mensch nur durch die Welt zu Gott, nicht an der Welt vorbei. Die Welt ist Hülle Gottes, so lässt sich nur verhüllt, eben weltlich von Gott reden.

Mit Christus als Mitte: Kirche ist immer nur Kirche für andere

Der Mittelpunkt, um den sich Bonhoeffers Theologie entwickelt, ist Jesus Christus, der einzige Erlöser, in dem das Wunder der Menschwerdung Gottes geschieht. Von diesem Mittelpunkt her ergänzen und bedingen sich theologisches Nachdenken, spirituelle Tiefe und ethisches Verantwortungsbewusstsein. Das Verlassen dieses Mittelpunktes – sei es im Dialog mit Religionen und Weltanschauungen, sei es im täglichen Leben – bedeutet die Aufgabe des Christ-Seins. Doch braucht nicht nur der Radius einen Mittelpunkt, sondern der Mittelpunkt braucht auch einen Radius. Bonhoeffer sieht die Gefahr des Christomonismus und des Fundamentalismus, wenn kein oder nur ein kleiner Radius um den Mittelpunkt zugelassen wird. Deshalb sagt er 1944: „Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist.“

Die vorfindliche Kirche beschäftigt Bonhoeffer in verschiedenen Veröffentlichungen. Er leidet an ihr und er ist mit ihr solidarisch. In Anlehnung an Hegels Wort „Gott als Gemeinde existierend“ spricht Bonhoeffer von „Christus als Gemeinde existierend“ Gott tritt in seiner Offenbarung aus sich heraus, er ist nicht frei vom Menschen, sondern frei für den Menschen. Kirche ist gleichwohl „Offenbarungsform“ wie auch „ein Stück Welt“ (Dissertation „Sanctorum Communio“) So wie „Christus der Mensch für andere ist“ folgt für Bonhoeffer dann: „Kirche ist immer nur Kirche für andere“.

Leben und Tod  - Tod und Leben

Bevor Bonhoeffer am 8. April in das KZ Flossenbrg gebracht wurde, trug er seinem englischen Mitgefangenen Payne besondere Grüße an Bischof Georg Bell auf, falls er seine Heimat erreichen sollte, und sagte zum Abschied: „Das ist das Ende – für mich der Beginn des Lebens“.

Zukunftstheologie

Bonhoeffers Zukunftstheologie bedient weder frommen Fundamentalismus noch ein Christentum bloßer Sozialprogramme. Sie reflektiert Erfahrungen eines nüchternen Mystikers an der Schwelle zur Todesangst. Sein Gott ist der ganz Andere, das macht sein Denken radikal. „Das ‚Jenseits' Gottes ist nicht das ‚Jenseits' unseres Erkenntnisvermögens. ... Gott ist mitten in unserm Leben jenseitig.“ Das Verhältnis zu ihm bestehe in Teilnahme am Leben Jesu:

„Der jeweils gegebene erreichbare Nächste ist das Transzendente.“ In Briefen und Notizen – manches ging verloren – hat dieser Zeuge Hoffnungsfragmente skizziert, die seine Verehrer zum Leben zusammensetzen müssten: Fragmente vom neuen Tag.